Keine gute Woche für Apple

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Und es geht weiter.

Wahrlich keine gute Woche für das Unternehmen aus Cupertino und ein Ende scheint nicht ab zu sehen. Sehr ärgerlich und fatal – da Apple seit jeher das Image pflegt (und steht betont) eines des sichersten und stabilsten Systeme für Rechner und mobile Geräte seinen Kunden an zu bieten.

APFS Passwort bei Verschlüsselung in Klartext

Angefangen hat es bereits im Oktober, als unter High Sierra das Passwort verschlüsselter APFS Volumen in Klartext anzeigte. Ein ärgerlicher, wenn auch nicht sehr tragischer Bug, da ein direkter Zugriff auf den Mac Rechner erforderlich ist, um diese Sicherheitslücke aus zu nutzen. Ein News Artikel bei heise Online beschreibt den Fehler ausführlich.

Schwerwiegende root Sicherheitslücke in macOS High Sierra

Bereits Mitte November wurde im Entwickler Forum von Apple jedoch eine weitaus schwerwiegendere Sicherheitslücke offenbart – Angreifer können ohne Passwort den Superuser root unter macOS High Sierra aktivieren und so größeren Schaden anrichten. Der Eintrag in Apples Entwickler Forum blieb jedoch weitgehend unbeobachtet von Apple selbst und der Community. Eine Lawine losgetreten wurde dann via Twitter am 18.11. durch den türkische Developer Lemi Orhan Ergin – welcher den Sicherheitsbug veröffentlichte.

Binnen weniger Stunden war die Meldung in vielen Online Magazinen wie heise Online oder den bekannten Caschys Blog zu lesen. Die Empörung und Aufregung war groß und berechtigt. Bei einer Neuinstallation bzw. Neukauf eines Mac Rechners – kann sich ein Angreifer zum Beispiel über den Gastnutzer anmelden und so ohne Passwort den Superuser root aktivieren. Auch ein Fernzugriff und root Aktivierung ist möglich.

Entsprechend schrill läuteten bei Apple die Alarmglocken und veröffentlichte binnen 24 Stunden ein Sicherheitsupdate für High Sierra. Allerdings wohl etwas zu hektisch, denn das Einspielen des Sicherheitsupdates erzeugte einen neuen Bug – Probleme beim Filesharing unter High Sierra. Auch hier nach zu lesen in Caschys Blog.

Generell scheint der Bug noch nicht ganz ausgestanden zu sein, unter bestimmten Vorraussetzungen ist es immer noch möglich, den Superuser root ohne Passwort zu aktivieren und so den Mac Rechner zu kompromittieren. Auf hier berichtet heise Online. Ganz ausgestanden ist der root Fail anscheinend damit noch nicht.

Nächster Schreck – Reboot Schleife bei iPhone und iPad

Kaum ist der root Schreck unter High Sierra verdaut – kommt es am 02.12. bei iOS Geräten wie dem iPhone und dem iPad zu ungewollten Reboot Schleifen. Lokale Benachrichtigungen lassen iOS Geräte abstürzen und versetzen das entsprechende mobile Gerät in eine nicht endende Reboot Schleife.  Apple reagiert auch hier schnell und veröffentlicht ein iOS 11.2 Update, welches den Fehler – eben vielen anderen Bugfixes – beseitigt. Hier bei heise Online zum genaueren nachlesen.

Und es hört nicht auf, Datumsfehler in High Sierra

Das sollte es doch gewesen sein, zwei schwerwiegende Fehler jeweils im aktuellen macOS der Mac Rechner Sparte und iOS bei iPhone, iPad – innerhalb einer Woche. Tut es aber nicht. Zwar ist der aktuelle Datumsbug keine erneute schwerwiegende Sicherheitslücke unter High Sierra, ärgerlich ist sie allemal – denn dieser Fehler kann sich als Systembremse auswirken.

Bisher ist der Fehler noch ohne größere Auswirkungen – schreibt jedoch den kompletten Log voll – im Konsolen Log laufen die Fehler im Sekundentakt auf. Ob sich der Fehler in Kürze insgesamt negativ auf die Stabilität von macOS High Sierra auswirkt ist noch ungewiss. Eine Detaillierte Fehlerbeschreibung finden Sie auf heise Online.

Wieder mehr Konzentration auf stabile und sichere Systeme statt neuste Emojis

Damit „wir uns richtig verstehen“ – kein (Betriebs-) System der Welt ist fehlerfrei und wird es wahrscheinlich auch nie geben. Das massive Auftreten größerer und auch schwerwiegender Fehler in Apple Betriebssystemen sollten den Konzern aus Cupertino jedoch zu denken geben. Vor allem, weil Apple im Gegensatz zu anderen Anbietern über eine sehr überschaubare Anzahl an verschiedenen Hardwarekomponenten und Gerate hat. Dies sollte eine deutlich höhere Software Qualität ermöglichen.

Apple sollte sich hinterfragen, ob es wirklich sein muss, dass in immer kürzeren Entwicklungszeiten immer mehr neue Funktionen oder gar komplett neue Versionen des entsprechenden Betriebssystems sein müssen. Oder ob man sich nicht wieder auf die Kernkompetenz konzentrieren sollte – einfache, stabile und schere Systeme für die Anwender. Ansonsten verspielt Apple ganz schnell den über die Jahre zurecht angesammelten Nimbus und Ruf. Denn inzwischen melden nicht nur Nerd und Fachmagazine Apples Fehler auf Seite Eins – auch Magazine weitab der Technik Berichterstattung fangen an an Apples Stuhl zu sägen – Meldung aus Zeit Online.

BUILD 2017: Windows 10 wird zur Entwicklerplattform für iOS und Android

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Microsoft hat am heutigen Tag der BUILD 2017 den Xamarin Live Player für Android und iOS Apps angekündigt. Entwickler können Applikationen nun unter Visual Studio 2017 für Windows und Mac direkt live auf den angeschlossenen Android und iOS Geräten testen. Das klingt auf den ersten Blick nicht erst einmal sonderlich beeindruckend. Allerdings…

Um unter Visual Studio Xamarin Android Apps testen zu können – kam man nicht um die Installation gewisser SDKs oder Emulatoren notwendig. Allerdings hält sich hier bei der Android Entwicklung der Aufwand in Grenzen und es wird kein weiterer Rechner benötigt – im Gegensatz zur iOS Entwicklung.

Noch aufwendiger war unter Windows Visual Studio das Testen von iOS Applikationen. Entweder benötigte man einen nativen Apple macOS Rechner mit installiertem Xcode. Windows Visual Studio greift dann, beim Ausführen und Testen der App, auf den Apple macOS Rechner als Host zu und startet dabei den Xcode Emulator.  Eine weitere Möglichkeit bieten gehostete macOS Rechner, welche man gegen eine entsprechende Gebühr mieten kann. Einer der bekanntesten Anbieter ist sicherlich macincloud.

Ohne einen echten Apple Mac Rechner, lokal, im Netz oder in der Cloud konnte man mit Visual Studio Xamarin zwar bisher auf einem Windows Rechner iOS Applikationen  programmieren, nicht aber Ausführen und Testen.

Apple iOS Applikationen nur mit einem Windows Rechner entwickeln und testen.

Damit soll nun Schluss sein. Nach der Installation des Xamarin Live Player ist es nur noch notwendig das Smartphone mit dem Entwickler PC zu verbinden. Anschließend kann der erstellte Code wie gewohnt debuggt werden – die Applikation öffnet sich dann nicht mehr im Emulator, sondern direkt am angeschlossenen Gerät. Dadurch kann nun auf einem Windows Rechner autark ohne weitere „Hilfe“ Android Apps und vor allem iOS Apps entwickelt und getestet werden.

Die Xamarin Live Player Erweiterung wird von Microsoft für Visual Studio 2017 Windows und Visual Studio 2017 für Mac bereitgestellt. Dadurch entfällt, wenn erwünscht, auch bei der Visual Studio Mac Version der Zugriff auf Xcode. Der Xamarin Live Player hat allerdings noch Beta Status.  Die erforderlichen Apps für Android und iOS Geräte werden demnächst nach Freigabe im Google Play Store und Apples App Store verfügbar sein.

Microsoft veröffentlicht finale Version von Visual Studio für Apple macOS

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Visual Studio für Apple macOS war bislang als Beta verfügbar und ist ab heute in der finalen Version verfügbar. Die bekannte IDE für Entwickler gibt es, wie unter Windows gewohnt, als Enterprise, Professional und Community Edition.

Microsoft stellt eine, mit C# auch sprachliche, Alternative zur Xcode Entwicklungsumgebung auf Apple Rechner zur Verfügung. Entwickelt werden können Applikationen für iOS iDevices, watchOS, tvOS und macOS Desktop. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, ist allerdings macOS Sierra Voraussetzung – sollte man zum Beispiel auf Xamarin für macOS und iOS nutzen wollen. Je nach Projekttyp wird eine Xcode Installation und das iOS SDK benötigt. In anderen Fällen reicht auch bereits nur macOS El Capitan aus.

Microsoft sieht Visual Studio für macOS als eine universelle Entwicklerplattform.

Neben der Entwicklung von Apple Anwendungen, können auch Android Software Projekte umgesetzt werden. Hier ist wiederum für Xamarin Android eine Java JDK 64bit Installation notwendig. Auch HTML, CSS und JavaScript können über Visual Studio für macOS verarbeitet werden.

Interessant dürfte die Zusammenarbeit im Team, vor allem im Zusammenhang mit Windows Visual Studio Teams sein – sei es bei der Entwicklung von Azure Anwendungen, aber auch durch die gemeinsame Programmiersprache C# .Net bei Android und Apple Software Projekten. Ob und wie einfach sich Software Projekte unter Windows und Apple mit Visual Studio auf beiden Plattformen vereinen lassen und eine unkomplizierte Zusammenarbeit möglich ist wird sich zeigen.

Die Sprachbasis mag die gleiche sein – allerdings unterscheidet sich schon alleine die Oberfläche in der Bedienung, Aufbau und dem Funktionsvielfalt deutlich zwischen der Windows und der Apple Version.

Weitere Informationen finden sich in den Release Notes von VS 2017.
Die Systemvoraussetzungen können Sie hier einsehen.
Den Download von Visual Studio 2017 für macOS können Sie hier starten.